Croatia - Marina Agana 23.06. - 30.06.2012
Marina Agana - Veli Drvenik (Solinska)
June 23, 2012
Nach langer und anstrengender Anfahrt aus Oberösterreich erreichen wir erschöpft unsere Marina. Die neue Yacht ist natürlich bereits übernahmebereit und wartet auf uns. Das Pitter Team ermöglicht einen raschen Check-In. Heli, Andi und Hannes übernehmen die Yacht, Eva, Gabi und Michi kümmern sich noch um die restlichen Einkäufe.
Position: 43°30.827’N, 16°6.682’E
Startlog: 144,4nM
Motor: 59,2h
Um 19:15 legen wir endlich ab und steuern Richtung Veli Drvenik. Das Glück ist uns noch hold und wir erleben die graziösen Schwimmbewegungen einer großen Delphinfamilie in der Abendsonne!
Besonders freut es uns, dass wir gleich unsere Segel setzen können und einen günstigen NW-Wind für unsere ersten Manöver nützen.
Um 21:00 ankern wir schließlich in der Bucht Solinska auf Veli Drvenik und haben die Anstrengungen der Anfahrt schon fast vergessen. Die neue Crew ist begeistert und wir gönnen uns eine gute Jause mit Bier und Wein. Das Wetter ist perfekt und die Temperatur der Adria (25°C) lädt zu einem Bad ein.
Wie ist es schön, wieder hier zu sein!!!
Pos: 43°26.115’N, 16°8.876’E
Veli Drvenik (Solinska) - Vis (Rogacic)
June 24, 2012
Mit einem Sprung ins türkise Wasser starten wir diesen herrlichen Tag. Danach gibt es Kaffee und Frühstück. Das Leben ist ein Hit und alle genießen den beginnenden Törn. Kroatien zieht alle Register – Sonne, glasklares Wasser und Buchten bis zum Abwinken!
Die Überfahrt nach Vis bietet guten Wind aber auch etwas Welle, Michi kämpft wie befürchtet mit Übelkeit.
Mittags gibt es einen Stopp in der Bucht Rogacic (U-Boot Bunker). Sofort springen die ersten ins Wasser und ein Bierchen erfrischt von Innen.
Nach einer kurzen Siesta geht es weiter…
Vis (Rogacic) - Vis (Vis) - Vis (Budikovac)
June 24, 2012
Von der Bucht Rogacic fahren wir nach Vis. Wir haben uns entschieden, dass uns zum Übernachten eine Bucht lieber ist, brauchen aber noch Proviant für das Abendessen.
Vis ist ein nettes Städtchen und ich empfehle dieses bei einem weiteren Törn näher zu erkunden. Dieses Mal ankern wir nur kurz vor Vis (grantiger Nachbar, der sich selber nicht mag) und erledigen unsere Einkäufe mit dem Dingi.
Danach umrunden wir das NO-Kap (schöner Leuchtturm) und steuern unseren Liegeplatz Budikovac an. Dort empfangen uns tausende von Möwen – aber wir wollen noch baden und das Wasser ist wie immer ein Genuss!
Das Ankermanöver geling auf Anhieb – aber das ist eine weitere Geschichte…
Abendessen und “Betthupferl” beenden diesen schönen Tag.
Fast alle sind zufrieden – Michi kämpft noch mit flauem Magen und Andi versteht nicht, dass die kroatischen Fische seinen Charme ablehen :-)
…da gibt’s nur ein Motto – dran bleiben!!!
Pos:
Vis (Budikovac) - Bisevo (Mezuporat)
June 25, 2012
Morning has broken like the first morning – ein schönes Lied, aber unser Anker bricht leider nicht aus!!!
Das Morgenbad, Frühstück – alles wunderbar, aber dann, wir wollen ablegen und der Anker der hält!!! Ist ja an sich nichts Schlechtes, aber bei einem Tauchgang stellt sich heraus, dass der Ankerstock unter einer Felsplatte festsitzt. Mit vereinten Kräften und Steuermanövern dreht sich der Stock unter der Felsplatte hervor. Der Skipper schickt ein Stoßgebet zu Himmel und verspricht beim nächsten Manöverschluck auch auf Rasmus nicht zu vergessen!!!
Erleichtert setzen wir unseren Törn fort Richtung “Blaue Grotte” auf Bisevo.
Hier drängen sich die Yachten vor der Grotte und in der Grotte versuchen sich Hobby-Skipper im Dingi-Fahren. Wunderschöne Bilder und Eindrücke, tiefblaues Wasser, das bei Sonneneinstrahlung von außen (vormittags) entsteht bringen uns zum Staunen!
Ein schönes Ziel und auf jeden Fall empfehlenswert!
Pos:
Bisevo (Mezuporat) - Bisevo (Bisevska luka)
June 25, 2012
Unser Ziel für den Nachmittag ist die Bucht im Westen von Bisevo. Dort solle es auch zwei Restaurants geben.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir die schöne Bucht und ankern. Schon tauchen edle Körper ins Wasser und umrunden unsere Bavaria 40. Die Damen nutzen unser Dingi und gehen auf Shopping-Tour. Die Seemänner bewachen das Schiff vor feindlichen Überfällen – besonders der Kühlschrank ist immer im Auge….
Abends ist es dann soweit – LANDAUSFLUG ins Restaurant! Rasch sind wir mit unserem Dingi da und genießen ein sehr gutes Abendessen mit Fisch und Wein aus der Region.
Bei schwarzer Luft kehren wir zu unserem Dingi zurück – die ersten springen hinein – aber der scharfe Felsen darunter macht sich mit einem lauten “PUFF” bemerkbar!!!
Na ja – ist ja nicht so schlimm – halbe Luft – halbe Besatzung. Der Rest schwimmt oder benutzt Dingi-Stopp :-)
Zurück auf unserer Yacht gibt’s aber heute noch eine Riesenparty. Wow – ein echter Kracher – sämliche Greatest Hits werden mitgesungen!
Scheint morgen gibt es ein spätes Frühstück:-)
Bisevo (Bisevska luka) - Sv. Klement (Tarsce)
June 26, 2012
Ja, ja, wie bereits befürchtet – der Tag danach!!!
Es nützt nichts, wir müssen heute zurück auf Sv. Klement.
Gestern abend haben wir im Restaurant noch Brot bestellt, dass wir mit dem Dingi holen wollten. Das geht ja leider nicht mehr. Daher macht sich Andi mit der Luftmatratze und Flossenantrieb auf zum Ufer :-) Ein grosser Plastiksack wird das Brot vor Wasser schützen – gute Idee!
Im Restaurant erzählt man ihm, dass in der Bucht jemand Party hatte - aber er ist ja mit der Matratze, Flossen und Plastiksack eine tadellose Erscheinung und dürfte keiner der Beteiligten gewesen sein ;-)
Die Überfahrt nach Sv. Klement bietet perfekten Segelwind – aber leider genau auf die Nase! Nach einigen Stunden mühevollen Kreuzens entscheide ich mich, die letzten 18nM mit Motor zu fahren. Ich möchte endlich ins Wasser springen und dann nur mehr schlafen.
Gabi ist seit Stunden unter Deck und schläft, Heli und Michi kämpfen mit Übelkeit. Andi lässt sich nichts ankennen – ich bin mir aber nicht sicher. Nur Eva schaut begeistert aufs weite Meer!
Wir sind endlich da! Mir ist schlecht und ich bin sicher anderen auch – könnt ja eure Kommentare mitteilen!
GABI & ANDI wollten das Alternativ-Dingi noch einmal testen – ein Schild in der Bucht mit dem Signal “Konoba” schreckte sie auf – sie warfen Ihre Kleider in einen Müllsack, vepackten alles auf einer hochseetauglichen Luftmatratze und stachen tapfer in See! Das Ufer war rasch erreicht, die Kleider “halbwegs” übergezogen und dann zur Konoba gestapft (mit einer Designer-Handtasche von Müll-Hofer und einer High Tech Luftmatratze. Kurz – der Wirt war von der Aufmachung nicht 100% überzeugt – er hatte in dieser Klasse keine Tische mehr zu Verfügung! Gabi, eine bescheidene Mühlviertlerin entschied sich auch an einen besetzten Tisch Platz zu nehmen (natürlich nach mehrmaliger Anfrage vom Wirt, ob das Ihrem Rang und Stellung entspricht!!!!)
Marina Agana
June 29, 2012
Um 17:05 sind wir wieder in der Marina. Leider hat sich Heli wenige Minuten noch kurz davor zwei Zehen gestossen – damit sind wir nicht 100% unverletzt! Ich hoffe, dass er mit einem Ausflug nach Trogir entschädigt ist!
Pos:
Endlog: 286,1nM
Motor: 83,9h
