Ein Jahr unterwegs mit der Volare

N 18° 12' W 63° 05'

Tag 258+259: Road Bay, Sandy Island, Little Bay, Prickly Pear Cays, Anguilla

March 30, 2012

Am Donnerstag wollen wir Sandy Island besuchen, ein kleines Inselchen in Privatbesitz mit ein paar Palmen und einem Restaurant und sonst nichts. Die Insel, die von einem Riff umgeben ist, liegt nur etwa zwei Seemeilen  entfernt im Nordwesten von unserem Ankerplatz in der Road Bay. Leider ist das Wetter alles andere als freundlich, recht kräftiger Wind und der Himmel ist bedeckt, auf dem Meer kommt von Nordosten ziemlich starker Schwell herein. Bei Sandy Island gibt es zahlreiche Mooring-Bojen, Ankern und Übernachten ist wie auch in den anderen “Marine Parks” in der Umgebung der Insel verboten. Anlanden kann man mit dem Dingi am Sandstrand, wenn es das Wetter zulässt. Innerhalb des Riffs liegen schon ein paar Ausflugsboote und im Restaurant scheint schon ziemlicher Betrieb zu sein. An den Bojen liegt noch kein Schiff – anscheinend ist nicht nur uns das Wetter für einen Aufenthalt zu schlecht. Wir beschließen also, uns die Crocus Bay und die daneben liegende Little Bay etwas weiter östlich der Road Bay anzusehen – in der Crocus Bay, nahe dem Hauptort “The Valley” könnte man auch übernachten. Die Crocus Bay erweist sich allerdings als wenig attraktiv – also verlegen wir uns in die Little Bay – ebenfalls ein Marine Park, wo man nur an den Mooring-Bojen fest machen und auch nicht übernachten darf. Nach ein paar Schwierigkeiten (der kräftige Wind macht das Anlegen an den Bojen nicht gerade einfacher) machen wir an einer der Bojen für die Mittagspause fest. Später geht es dann zurück zur Road Bay – sehr angenehmes Segeln bei achterlichem Wind um die 20 kn. Schließlich ankern wir in der Road Bay an fast demselben Platz wie vorher – ein gemütlicher Abend an Bord folgt.

Am Freitag brechen wir bald nach dem Frühstück zu den “Prickly Pear Cays” auf, zwei kleinen Inseln mit einem ausgedehnten Riff und einer Lagune, wo man schön schnorcheln gehen könnte. Auf Prickly Pear East gibt es ein paar Restaurants und sonst ebenfalls nur Palmen und Buschwerk. Leider ist das Wetter nach wie vor recht schlecht – bedeckter Himmel, kräftiger Wind und Schwell. Die Inseln sind etwa 6 sm von Road Bay entfernt und wir können schön segeln. Kaum sind wir aus Road Bay heraus, beißt auch noch ein schöner Fisch an unserer Schleppangel an – das Abendessen ist gesichert. Bei Prickly Pear liegt ein einziger Katamaran an den Mooring Bojen (teilweise recht wenig vertrauenswürdig, mit durchgescheuerten, gerissenen und vertörnten Tauen) und wir legen uns dazu – allerdings ist das Wetter nicht besser geworden. Zwischen den Inseln, wo man mit dem Dingi in die Lagune fahren kann, kommt der Schwell mit ein bis zwei Metern Wellenhöhe herein, die Brecher an den Ufern sind entsprechend. Wir riskieren es trotzdem – vielleicht ist es in der Lagune hinter dem Riff ja doch ruhiger. Die Fahrt mit dem Dingi wird erwartungsgemäß recht feucht – nur ist leider in der Lagune die Situation nicht viel besser. Die Restaurants auf der Insel sind geschlossen, kein Mensch zu sehen und die Brandung ist trotz des Riffs beachtlich. Also fällt auch der Besuch dieser Insel dem Wetter zum Opfer, und wir machen uns auf den Heimweg – diesmal mit der Maschine, denn der Wind kommt fast genau aus der Richtung, in die wir wollen. In der Road Bay ist leider unser gewohnter Ankerplatz besetzt, und wir ankern daher etwas weiter außerhalb. Am Abend gibt es dann den Fisch – gebraten, mit Rosmarinkartoffeln, wird wieder recht gut. Das Wetter scheint sich auch langsam zu beruhigen, und die Nacht wird sehr ruhig.

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