Ein Jahr unterwegs mit der Volare
Tag 248+249: Marigot Bay, St. Martin
March 20, 2012
Am Montag brechen wir gleich nach dem Frühstück zu den Schiffsausrüstern auf. Da wir einiges einkaufen wollen, nehmen wir uns einen Leihwagen. Direkt beim Fähranleger, wo auch der Dingisteg ist, gibt es genug Anbieter und man kann auch über den Preis verhandeln. Beim Schiffsausrüster wollen wir ja nicht nur Ersatz für die WC-Pumpe besorgen, sondern auch die in Barbados verloren gegangenen Fender ersetzen und noch Diesel-Kanister kaufen. Auf der Nordroute über den Atlantik nach Osten sollte man genug Diesel mit haben, da es immer wieder längere Flaute-Phasen geben kann. Nach einigem Hin und Her und Preisverhandlungen mit den beiden großen Schiffsausrüstern “Budget Marine” und “Island Waterworld” auf der niederländischen Seite der Lagune haben wir alles was wir wollten: Fünf neue Fender und zehn 20-Liter-Kanister, sowie eine neue Pumpe für’s WC. Bei einem Innenausstatter-Supermarkt kaufen wir dann auch noch Handtücher, neue Gläser, ein neues Etagere für die Dusche, etc. Danach besuchen wir einen großen Supermarkt und auch den günstigen, kleinen chinesischen Supermarkt – wir wollen das Auto ausnützen. Tatsächlich finden wir auch die so praktischen, halb gebackenen Weißbrotweckerln, Wasser, Orangensaft, Wein, und vor allem Erdnüsse (sehr wichtig für mich als Nusssüchtigem). Wir haben Probleme, das alles in unserem winzigen Auto unter zu bringen. Auch im Dingi hat nicht alles Platz, und wir müssen zwei mal zur Volare übersetzen. Zwischendurch gibt es ein kleines Mittagessen an Bord. Am Nachmittag geben wir das Auto zurück und leisten uns noch für einen Tag das Internet von der Marina – das erweist sich allerdings als sehr unzuverlässig und schrecklich langsam. Gegen Abend wird auch die neue Pumpe für unser WC installiert – keine sehr angenehme Arbeit. Nach diesem recht anstrengenden Tag haben wir uns den gemütlichen Abend an Bord redlich verdient.
Am Dienstag Vormittag ist dann Wäschewaschen angesagt – in der Marina sind die Waschmaschinen direkt beim Dingi-Anlegesteg, sehr praktisch. Münzen für die Maschinen gibt’s im Marinabüro (zwei verschiedene, die man ja nicht verwechseln darf). Allerdings dauert es eine Weile, bis wir die Dinger dazu gebracht haben, das zu tun, was wir wollen. Leider verweigert eine der Maschinen das Schleudern und von den drei vorhandenen Trocknern sind zwei kaputt. Die nicht geschleuderte Wäsche wird natürlich nicht trocken – müssen wir an Bord noch auf der Reling aufhängen und nachtrocknen. Nachdem die Wäsche erledigt ist, versuchen wir, Platz für die Kanister zu finden – manche Schiffe binden sie einfach innen an der Reling fest – da würde bei uns aber der Weg nach vorne sehr schmal werden. Also wird ein Großteil im Vorschiff und in unserem “Abstellraum” untergebracht, zwei finden noch Platz in den Backskisten, ebenso die Fender. Hat also alles Platz. Am Abend gibt’s dann Computer-Pech: Sybilles Laptop lässt sich nicht mehr starten und alles Zureden hilft nichts und Sybille ist ordentlich frustriert. Leider ist auch die letzte Sicherung lange her – aber die Festplatte sollte wohl noch OK sein. Dann schaffe ich es bei meinem Computer, die Wechselplatten so geschickt auszutauschen, dass eine davon kaputt geht – habe aber glücklicherweise eine Sicherung: nach dem Formatieren der kaputten Platte dauert allerdings das Rückkopieren der Daten etwa 6 Stunden… der ansonsten gemütliche Abend ist dadurch etwas verdorben.

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