Ein Jahr unterwegs mit der Volare

N 18° 04' W 63° 05'

Tag 246+247: Simpson Bay, Marigot Bay, St. Martin

March 18, 2012

Am Samstag wird bald nach dem Frühstück der Anker gelichtet – wir wollen weiter in den französischen Teil der Insel, in die Bucht von Marigot. Wir könnten zwar die Abkürzung durch die Lagune nehmen, aber die Öffnungszeiten der Zugbrücken kennen wir nicht und außerdem haben wir’s nicht eilig. Also geht es ganz gemütlich außen um die Westküste der Insel herum. Der Wind ist sehr schwach, also bleibt die Maschine an und bekommt nur ein bisschen Unterstützung durch die Genua. Unterwegs beißt dann ausnahmsweise keine Küstenwache sondern ein netter kleiner Fisch an unserer Schleppangel an – wird wohl nur ein Abendessen für einen von uns. Das letzte Stück nach Marigot kommt dann der Wind genau von vorne, also wird das Segel weggeräumt. In der Bucht von Marigot liegen schon zahlreiche Segler, in der Marina St Louis sind hauptsächlich ein paar ganz große und auch große Motoryachten. Wir finden ein nettes Plätzchen, nicht allzu weit vom Dingi-Anlegesteg entfernt. Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Dingi (das keine Luft mehr verliert – es war wahrscheinlich nur das Ventil nicht richtig zugeschraubt) zur Marina hinein – dort können wir auf französisch einklarieren (Daten in Computer eintippen, werden unbesehen bestätigt, keine Kontrolle, ob wir aus dem niederländischen Teil ausklariert haben). Danach erforschen wir noch ein bisschen die Gegend und suchen ein Internetcafe – für die “Büroarbeit” (ein Blog-Eintrag ist wieder fällig). Zurück an Bord wird der Fisch gebraten, dazu gibt es selbst gemachtes Kartoffelpüree und eine große Schüssel Salat a la Sybille – die kriegt allerdings von dem Fisch nur sehr wenig ab.

Am Sonntag in der Früh müssen wir leider feststellen, dass die Pumpe von einem unserer WCs einen Sprung hat und undicht ist – wir werden also noch in St. Martin Ersatz besorgen, hier gibt es wenigstens viele Schiffsausrüster, und die Tatsache, dass hier eine Zollfreizone ist, sollte den Einkauf auch billiger machen. Bald nach dem Frühstück geht es an Land, und wir marschieren den steilen Weg hinauf zu den Ruinen von Fort St. Louis, von wo man einen schönen Überblick über die Bucht von Marigot und die Simpson Lagoon hat. Nachdem wir uns den Schweiß abgetrocknet haben, genießen wir die Aussicht. Am Rückweg kommen wir dann bei der Kirche vorbei, in der die berühmte “schwarze” Madonna zu sehen ist. Danach bummeln wir noch durch Marigot und bewundern zahlreiche bunte Häuser mit den so genannten “Gingerbread”-Balkonen aus der Kolonialzeit. Dort entdecken wir dann noch einen kleinen Supermarkt (wieder einmal ein Chinese – die scheinen hierzulande oft günstiger als die großen zu sein), wo wir ein bisschen einkaufen (heute Abend gibt es Stangenselleriegemüse mit geröstetem Speck).

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