Ein Jahr unterwegs mit der Volare

N 16° 14' W 61° 15'

Tag 218+219: Pointe a Pitre, St. Francois, Guadeloupe

February 19, 2012

Am Samstag ist das Wetter noch immer sehr angenehm – unter Tags nicht mehr als 30 Grad, in der Nacht angenehme 25 Grad, kaum Wind und – man glaubt es kaum – es hat seit Tagen nicht mehr geregnet, was für unsere Ausflüge natürlich sehr angenehm war. Gleich nach dem Frühstück geht es an Land – Sybille hat ihren Friseurtermin und ich muss den Leihwagen auftanken und in Gosier zurück geben. Klappt alles prima (ich werde, wie vereinbart, zur Marina zurück gebracht), und während Sybille noch beim Friseur sitzt, gehe ich beim Schiffsausrüster stöbern und anschließend auf ein Bier in einem der zahlreichen Marinarestaurants. Danach gehen wir noch in den Marina-Supermarkt ein bisschen einkaufen. Glücklicherweise entdeckt Sybille dort die vorgebackenen Weißbrotweckerln, die für das Bordleben äußerst praktisch sind, weil sie sich in der Verpackung recht lange halten und man nach 10 Minuten im Backrohr frisches Brot hat. Am Nachmittag fahren wir dann wieder in die Marina hinein – der Dingisteg ist gut belegt wie immer, aber wir drängeln uns noch dazu. Zu Fuß geht es zum nahe gelegenen Aquarium hinüber – ist nicht weit. Das Aquarium ist eher enttäuschend klein, aber recht gepflegt, die Texte leider nur auf Französisch. Nachdem wir zurück an Bord sind, wird die neuerliche Dingi-Reparatur in Angriff genommen – zunächst muss aber die alte Verklebung entfernt werden – die Neuverklebung wird dann morgen erfolgen. Die Nacht wird leider etwas unruhig, die Disco am Ufer ist sehr laut und hat anscheinend die ganze Nacht über Betrieb.      
      
Am Sonntag wird nach dem Frühstück das Dingi neu verklebt – hoffentlich hält der neue Kleber. Dann wird auch schon der Anker gelichtet – die Durchfahrt zwischen den beiden Inselhälften ist zu seicht für uns – nur 1,80 m – also keine Handbreit mehr unter’m Kiel. Wir werden also um die östliche Hälfte herum fahren, von dort haben wir dann einen günstigen Kurs nach Antigua. Zuerst müssen wir aber ein ganzes Stück gegen den Wind nach Osten – es wird also eine Motorbootpartie. Der Wind ist glücklicherweise nicht allzu kräftig, weht uns aber genau auf die Nase, deshalb kommen wir nur recht langsam weiter. Aber heute wollen wir nur in die Gegend von St. Francois, knapp vor der Ostspitze der Insel, der “Pointe des Colibris”, von wo wir die Überfahrt nach Antigua in Angriff nehmen wollen, das sind doch ca. 60 sm. Während wir Point a Pitre verlassen, kommt uns der österreichische Katamaran entgegen, den wir bei den Tobago Cays kennen gelernt haben. Die Fahrt nach St. Francois zieht sich – gegen Wind und Welle machen wir nur 3-4 kn (bei halbwegs dieselsparender Drehzahl der Maschine). Der recht kräftige Bewuchs, den die Volare inzwischen auf ihrem Bauch hat, macht uns auch nicht gerade schneller. Eine kleine, recht einsame Bucht vor St. Francois lockt uns und wir versuchen, dort zu ankern. Aber die Bucht “Anse a la Barque” ist doch zu eng und zu seicht, außerdem doch eher unruhig. Also weiter nach St. Francois, wo wir hinter dem Riff schon einen ganzen Mastenwald sehen. Die Einfahrt durch das Riff ist auch recht schmal, aber dann ist das Wasser sehr ruhig. Ganz vorsichtig tasten wir uns zwischen den Schiffen hindurch – eine freie Stelle gibt es bei 2,20 m Wassertiefe – also wirklich nur mehr eine Handbreit Wasser unter’m Kiel (glücklicherweise ist reiner Sandboden und Ebbe, also kann’s nur besser werden). Der Anker hält prima und wir hoffen, keinen Korallenstock in der Nähe übersehen zu haben.

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