Ein Jahr unterwegs mit der Volare

N 12° 42' W 61° 19'

Tag 175+176: Horseshoe-Reef, Canouan

January 07, 2012

Am Freitag brechen wir bald nach dem Frühstück auf – wir wollen wieder zu den Tobago Cays hinüber, das Riff etwas genauer erforschen. Zuerst müssen wir uns aber noch für eine Zeit lang an eine andere Mooring-Boje verlegen, unsere ist bereits wieder für jemand anderen vorgesehen. Ja, irgendwie ist das auch ein Wendepunkt unserer Reise, von jetzt an geht es mehr oder weniger Richtung Heimat. Die kurze Strecke hinüber zum Horseshoe-Reef fahren wir mit der Maschine, so kann auch der Wassermacher die ganze Zeit laufen. Beim Horseshoe-Reef legen wir uns diesmal direkt ans Riff – in der Nähe des kleinen Inselchens Jamesby. Von dort sieht man hinüber nach “Petit Tabac”, wo Teile von “Der Fluch der Karibik” gedreht wurden. Hinter dem Riff liegen diesmal nicht ganz so viele Schiffe, viele an Mooring-Bojen. Am Nachmittag fahren wir dann mit dem Dingi hinaus zum Riff – hier gibt es netterweise auch Bojen, an denen man das Dingi fest machen kann. Dort wird dann ausgiebig geschnorchelt – das Riff ist zwar auch schon teilweise abgestorben (wahrscheinlich ist das Wasser zu warm, was uns wieder gefällt), aber immer noch sehr schön, vor allem gibt es viele Fische in allen Farben. Zurück an Bord machen wir uns dann wieder einen gemütlichen Abend. Einem der vorbei kommenden Boat-Boys kaufen wir einen “Red Snapper” ab – morgen Abend gibt es also wieder Fisch, für heute ist schon ein Spezialauflauf vorgesehen. Leider dreht der Wind und wird wieder etwas kräftiger, sodass wir recht nahe an das neben uns an einer Mooring-Boje liegende Schiff, das daher auch weniger schwojt, heran kommen – sicherheitshalber verlegen wir unseren Ankerplatz ein wenig. Platz ist ja genug, und da wir ja morgen wieder aufbrechen wollen, räumen wir auch gleich das Dingi weg.

Am Samstag besucht uns beim Frühstück noch eine Riesenschildkröte, die in der Nähe des Schiffs immer wieder auftaucht – wirklich eine sehr große. Nach dem Frühstück (na, ja, vor 11:00 sind wir kaum jemals mit dem Frühstück fertig) wird der Anker gelichtet – es geht weiter nach Norden. Heute wollen wir uns die Insel Canouan anschauen, die laut Törnführer nicht so überlaufen sein sollte. Nachdem wir uns mit der Maschine durch die Untiefen hinter dem Riff geschlängelt haben, wird gesegelt, nur mit der Genua geht es hart am Wind Richtung Canouan. Es sind nur ca. 7 sm bis zur weit offenen Bucht an der Westseite der Insel. Dort liegen schon einige Schiffe, unter anderem eine große Motorjacht. Aber es sind für die Größe der Bucht tatsächlich relativ wenige und wir legen uns weit entfernt von den anderen in die Mitte. Wie wir bald merken, hat die Bucht aber einige Nachteile – trotzdem die Bucht nur nach Westen offen ist, kommt ziemlich starker Schwell herein, und auch der Wind kommt recht kräftig von den Hügeln herunter, sodass man recht unruhig liegt. Wir werden also hier nicht lange bleiben. Wenigstens ein halbwegs brauchbares, freies WLAN haben wir hier. In der Nacht wird der Wind dann immer stärker und der seitlich herein laufende Schwell schaukelt uns recht kräftig, aber der Anker hält gut. 

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