Kann die Volare fliegen?

N 36° 50' E 28° 17'

Vorbereitungen in Marmaris

May 27, 2011

Im letzten halben Jahr sind viele Einbauten und Verbesserungen an der Volare vorgenommen worden, um sie fit zu machen für unser großes Abenteuer, das Mitte Juli 2011 in Marmaris beginnen soll. Wir (Viktor und Sybille) wollen uns zunächst einmal etwa vier Monate lang im Mittelmeer umsehen, dann soll es ca. Mitte November über den großen Teich in die Karibik gehen, wo wir weitere vier Monate verbringen wollen. Danach soll es über Bermuda und die Azoren zurück ins Mittelmeer gehen und nach etwa 13 Monaten wollen wir wieder in unserer Heimatmarina in Marmaris einlaufen.

Bei einem kleinen, einwöchigen Probetörn vom 18.6. bis zum 25.6. an der türkischen Riviera sollen all die Neuerungen auf der Volare ausprobiert werden. Einen Wassermacher gibt es jetzt, Solarpaneele, ein Windgenerator und ein kleiner Hilfsgenerator wurden angeschafft (Strom hat man bekanntlich nie genug), auch ein Radar und ein AIS-Empfänger wurden installiert, ebenso ein neuer Plotter, der die GPS-, AIS- und Radarsignale auf der elektronischen Seekarte anzeigen kann. Neue Segel (incl. Passatsegel), ein neuer Außenborder fürs Dingi wurden angeschafft, ein neuer Unterwasseranstrich aufgebracht und viele andere Dinge wurden eingebaut, die nun auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden sollen. end

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N 36° 50' E 28° 17'

Schrumpfcrew

June 09, 2011

Die ursprünglich geplante Crew für den Volare-Probetörn wird immer kleiner. Sybille kann aus beruflichen Gründen nicht mitfahren, also war ein reiner Männertörn zu viert geplant – da es auf der Volare vier Kabinen gibt, keine Platzprobleme. Zuerst hat dann Georg abgesagt, weil er gerade mit dem Hausbau beginnt. Der Ersatzmann hätte Rudi sein sollen, der eröffnet aber demnächst ein Restaurant, kann also auch nicht. Da waren wir also noch zu dritt. Dann haben sich bei Willi aber massive gesundheitliche Probleme eingestellt, sodass auch er absagen musste, obwohl die Flüge schon gebucht waren und wir keine Rücktrittsversicherung haben. Jetzt sind also nur mehr Christian und ich übrig – hoffentlich passt Christian gut auf sich auf…

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N 36° 50' E 28° 17'

Start des Probetörns in Marmaris

June 18, 2011

Die Anreise nach Marmaris erfolgt problemlos. Unser Flug nach Dalaman startet zwar schon um 05:15, aber auch das lässt sich überleben. Christian und ich haben insgesamt 86 kg Gepäck und ein Fahrrad dabei, aber auch das schaffen wir. In Marmaris wartet schon die Volare auf uns. Der heutige Tag ist mit Arbeiten am Schiff und Einkauf für unseren Probetörn ausgefüllt. Es ist sehr heiß und die Arbeit geht nur langsam voran – insbesonders der Austausch des Ankerlichts (LED wird eingebaut) in der Mastspitze wird recht spannend, Christian muss mich zweimal hochkurbeln, bis alles erledigt ist.

Dann geht es per Taxi zum Tansas (Supermarkt) in Marmaris, wo wir unsere Einkäufe erledigen, wieder zurück an Bord geht es dann recht bald in die Kojen, Schlafdefizit aufholen.

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N 36° 49' E 28° 33'

Marmaris - Ekincik

June 19, 2011

Gegen Mittag laufen wir aus – in der Bucht von Marmaris nur leichter Wind, Kurs Richtung Bucht von Ekincik, wo man gut ankern kann und es auch gute Restaurants gibt. Zusätzlich legen von dort die Ausflugsschiffe zum Dalyan ab, Christian möchte morgen an diesem Ausflug teilnehmen, während ich genug an Bord zu tun haben werde. Am Strand von Ekincik herscht reger Badebetrieb, auch wir kühlen uns immer wieder in dem herrlich kühlen Wasser ab.

Die Fahrt nach Ekincik verläuft problemlos und wir finden auch einen guten Ankerplatz. Nach einem kleinen Einkauf im Dorf machen wir es uns in einem der Restaurants gemütlich.

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N 36° 49' E 28° 32'

Ekincik

June 20, 2011

Heute macht Christian seinen Ausflug zum Dalyan: auf dem Programm stehen der Besuch der Schildkrötenbrutstätte bei der Einfahrt in das weitläufige Delta des Dalyan, einem ausgedehnten Schilflabyrinth, der Besuch der alten, römischen Provinzhauptstadt Kaunos, seinerzeit einer Hafenstadt, und die lykischen Felsengräber oberhalb des Städchens Dalyan.

Währenddessen habe ich genug an Bord zu tun: hauptsächlich der Wassermacher wird in Betrieb genommen und arbeitet zufriedenstellend. Um die Mittagszeit liefern auch die Solarpaneele genügend Strom, sodass die Batterien trotz des hohen Strombedarfs der Pumpe kaum belastet werden. Ich kann tatsächlich ca. 50l Wasser pro Stunde produzieren.

Nach Christians Rückkehr wird die Genua eingeholt und das Passatsegel gesetzt – soll morgen ausprobiert werden.

Dann gehen wir noch in das kleine Dorf Ekincik einkaufen und später suchen wir uns ein nettes Restaurant und sind bereits nach einem umfangreichen Vorspeisenteller so gesättigt, dass wir auf den Hauptgang verzichten. Zurück an Bord lassen wir den Abend im Cockpit bei ein oder zwei Gläsern Metaxa und hübscher Musik ausklingen.

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N 36° 38' E 28° 53'

Ekincik - Bucht von Fethiye

June 21, 2011

Heute geht es aus der Bucht von Ekincik hinüber in die weitläufige Bucht von Fethiye, wo viele kleine Ankerbuchten locken. Wir haben nur wenig Wind, aber für einen ersten Test der Passatsegel reicht es. Das Passatsegel besteht aus zwei Segelhälften, beide etwas kleiner (120%, ca. 40m2) und höher geschnitten als die normale Genua, an einem gemeinsamen Vorliek befestigt, das in die bestehende Reffeinrichtung eingefädelt werden kann. Der Vorteil ist, dass man die beiden Segel sowohl “Schmetterling” als auch übereinandergelegt auf am-Wind-Kursen wie eine normale Genua verwenden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Segel mit der Reffeinrichtung jederzeit verkleinert werden bzw. ganz weggerollt werden können.

Im Südwesten der Bucht von Fethiye finden wir in der sehr hübschen kleinen Bucht von Kapi ein Plätzchen – wir liegen mit Buganker und zwei Landleinen ganz nahe am Ufer, das hier sehr steil ins Meer hin abfällt.

Nachdem das Passatsegel seine erste Bewährungsprobe bestanden hat, wird es wieder weggepackt und die normale Genua gesetzt.

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N 36° 41' E 28° 52'

Die Quellenbucht

June 22, 2011

Heute geht es lediglich hinüber in die Quellenbucht – es gibt nur wenig Wind und da das Testprogramm für die Volare weitgehend erledigt ist, wollen wir noch ein bisschen Urlaub machen.

Im östlichen Teil der Quellenbucht (wo auch die namensgebende Quelle ist) ist ein kleiner Holzsteg, der mit Ausflugsschiffen und Gulets dicht belegt ist. Wir legen uns daneben – ebenfalls mit Buganker und Landleine am Heck, wobei erstmals unser Landleinen-Gurt zum Einsatz kommt, der sich auch als sehr praktisch erweist.

Leider kommt später ein recht kräftiger Seitenwind auf, der unseren Anker zum Rutschen bringt, sodass wir uns hinüber in den westlichen Teil der Bucht verlegen, wo man etwas windgeschützter ist und dort hält auch der Anker besser. Wir liegen direkt unterhalb der lykischen Felsengräber, die man dort auch besuchen kann.

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N 36° 34' E 28° 55'

Heimweg

June 23, 2011

Heute geht es schon wieder zurück – wir wollen auf dem Weg nach Marmaris wieder einen Zwischenstopp in der Bucht von Ekincik einlegen – das Restaurant, das uns auf der Herfahrt so gut verpflegt hat, soll auch heute Abend für unser Wohl sorgen.

Zuerst geht es bei angenehmem Wind (alledings auf Kreuzkurs) aus der Bucht von Fethiye hinaus. Später hört der Wind dann leider fast ganz auf, sodass wir die Maschine anwerfen und den Rest des Weges nach Ekincik Motorboot spielen, um nicht zu spät zum Abendessen in das angepeilte Restaurant zu kommen. Dort sind wir dann wieder sehr zufrieden und ein netter Abend im Cockpit mit M&M (Metaxa und Musik) endet erst nach Mitternacht.

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N 36° 50' E 28° 17'

Ende des "Probetörns"

June 24, 2011

Auf dem Weg zurück nach Marmaris haben wir wieder recht angenehmen Wind, erst am Eingang der Bucht ist dann wieder Motoren angesagt – und dann liegen wir auch schon wieder in unserer Heimatmarina.

Die Liste der kleineren Problemchen, die unterwegs aufgefallen sind, wird mit dem Stützpunktleiter besprochen – sollte leicht abzuarbeiten sein, bis Sybille und ich dann Mitte Juli unser großes Abenteur beginnen.

Am Abend machen wir dann noch einen ausgedehnten Bummel durch Marmaris, mit einem gepflegten Abendessen auf einer Terrasse über der Hafenpromenade geht auch dieser Törn zu Ende.

Morgen Früh um 06:00 Uhr werden wir von unserem Transfertaxi abgeholt werden und von Dalaman den Heimflug antreten.

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