Türkei (Bodrum) 2009

N 37° 02' E 27° 25'

ÇÖKERTME - BODRUM (6. Tag)

June 18, 2009

Platsch! Der erste springt ins Wasser. Die anderen folgen hinterher – herrlich!

Und nach dem üblichen opulenten Frühstück verlassen wir diesen gastlichen Ort. Wir sind nicht die ersten, die ablegen und stellen fest, dass jedes Boot von den Angestellten des Restaurants mit grossem Getöse und Getute verabschiedet wird. Wirklich jedes? Nein, unsere Abreise bleibt ganz unauffällig und ruhig. Hat unser „Säckelmeister“ vielleicht zu wenig Trinkgeld gegeben?

Was solls, wir fahren wieder einem herrlichen Tag entgegen. Unser heutiges Ziel heisst „Stadthafen Bodrum“. Wie an allen vorhergehenden Tagen ist am Morgen noch nicht viel los, aber später haben wir wieder bis zu 5 Bft. In Landnähe ist es ziemlich böig und der Wind dreht von SW bis nach NE. Wir nehmen die Herausforderung an und freuen uns, dass wir bei diesen schwierigen Bedingungen bestens klar kommen. Wir sind sogar schneller als ein „Gulet“, juhui!

Am frühen Nachmittag nähern wir uns „Bodrum“. Vorgelagert ist eine grössere Insel („Karaada“)

 und für uns stellt sich die Frage, ob wir

a)      den längeren Weg links aussen rum oder

b)      die Abkürzung rechts durch die Passage

nehmen wollen. Jemand setzt sich vehement für b) ein, die anderen sind noch unentschlossen. An so einem schönen Tag sollte man doch den Wind ausnützen, wir sind doch schliesslich zum Segeln hierher gekommen, das spricht für a). Der Promotor von b) mobilisiert all seine Überredungskünste und verspricht, dass b) viel interessanter ist, es gäbe da Delfine, wir könnten wegen dem Düseneffekt von einem fantastischen Wind profitieren und überhaupt, die Variante a) ist ja sowieso nur für Warmduscher, echte Männer wählen auf jeden Fall die Variante b). Es dauert eine Weile, bis sich alle entschieden haben und sich somit eine knappe Mehrheit gebildet hat. Also: aussen rum! Die Verfechter von b) nehmen die Niederlage gelassen hin und geniessen das Segeln genauso wie alle anderen. Wir kommen immer noch genug früh an unser Ziel.

Am Quai empfängt uns ein freundlicher Mitarbeiter, der uns informiert über den Hafen und die Stadt „Bodrum“. Der Platz ist ganz super hier, wir sind nur ein paar wenige Meter von der Dusche weg – perfekt.

Zuerst müssen noch einige Formalitäten erledigt werden. Doch dann heisst es endlich: rein in den Swimming Pool. Dieser ist auf der Terrasse bei der Hafeneinfahrt mit einer fantastischen Aussicht auf den Hafen und die Stadt. Genau richtig bei diesen Temperaturen. Die Sauna und den Fitnessraum lassen wir schnöde links liegen.

Dann sind wir bereit für einen kleinen Stadtbummel. Wie wäre es heute einmal mit Kebap? Man kann doch nicht Ferien in der Türkei machen, ohne dass man mindestens einmal dieses Gericht genossen hat, oder? An einer Ecke gibt sich ein Schlepper viel Mühe, uns ins Restaurant hereinzulotsen. Wir finden, so viel Einsatz muss belohnt werden und nehmen Platz. Wir haben Glück gehabt, es gibt eine riesige und gute Portion mit Bier und Wein. Wir fressen uns toll und voll.

Da es immer noch sehr warm ist, gesellt sich ein weiteres Mannschaftsmitglied zum open air Schlafzimmer. Ein Platz auf dem Vordeck ist noch frei. Zum Glück gibt es Anti Brumm. Das können wir in dieser Nacht gut gebrauchen.

Tagesweg heute: 26 Meilen

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