Türkei (Bodrum) 2009

N 37° 00' E 27° 15'

BODRUM - TURGUTREIS (7. Tag)

June 19, 2009

Die letzte Etappe zurück nach „Turgutreis“ steht an.

Gleich nach der Hafenausfahrt werden wieder die Segel gehisst und wir nehmen bei 2 Bft langsam Fahrt auf. Und schon steht wieder die Insel „Karaada“ vor uns. Da wir bereits sehr früh unterwegs sind, entschliessen wir uns, heute die Variante b) zu wählen. Das heisst zwar, ein nicht unerheblicher Umweg liegt vor uns, aber dafür können wir den Unterlegenen von gestern eine Freude machen. Trotzdem, Delfine sind keine zu sehen und der Düseneffekt ist auch nicht so wie erwartet. Dafür können wir endlich den „Schmetterling“ machen. Jetzt haben wir wirklich das ganze Programm durchgespielt.

Wie immer gegen Mittag frischt der Wind auf und bald erreichen wir 6 Bft. Da er aus Westen kommt und wir genau dahin wollen, müssen wir aufkreuzen. Mit gerefften Segeln und hohem Wellengang ist das eine echte Geduldsprobe. Bald stellen wir fest, dass wir wohl nicht wie gewünscht vor 16 Uhr an unserem Bestimmungsort ankommen werden. Also müssen wir schweren Herzens doch noch den Motor in Anspruch nehmen. Schade, aber die Zusatzschlaufe um die Insel war doch etwas zu viel.

Wir werden wieder von der gleichen Dame empfangen, die uns vor einer Woche verabschiedet hat. Und das erste, was sie macht, ist den Motor checken. Da ruft sie so laut, dass man es in der ganzen Marina hören kann: „Was, ihr habt nur 7 Motorstunden verbraucht? Das ist Rekord, so etwas habe ich noch nie erlebt!“ Sie unterstellt uns sogar lachend, dass wir nur gerade zur kleinen Insel vor dem Hafen gefahren sind und uns da eine Woche lang versteckt haben. Dann müssen wir noch etwas beichten: wir haben ein Glas zerschlagen. Und wieder ein erstaunter Ausruf: „Was, das ist alles, ihr habt während dieser Woche nur ein Glas zerschlagen? Unglaublich!“

Für das Nachtessen finden wir ein elegantes Restaurant. Wir dinieren auf der Terrasse, können aber leider nicht alles verspeisen, was auf den Teller kommt. Nach der grossen Kebap-Portion von gestern hatten wir am Nachmittag im Hafen auch noch die letzten Reste der Bordküche verspeist. Und irgendwann einmal ist der Magen dann halt einfach voll.

Auf dem Weg zurück zum Boot kommen wir an einer interessanten Bar vorbei. Da können wir nicht widerstehen, da müssen wir hinein. Wir bestellen eine Stange Bier. Aber das ist nicht nur eine Stange, wie wir sie bei uns kennen, nein, es ist eine richtige Zapfsäule, die auf den Tisch gestellt wird. Dieser Abend wird noch lustig…

Tagesweg heute: 35 Meilen

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