Warme Handschuhe für die Ostsee
At a Glance
| Captain/Skipper | Lilli H. | |
| Est. total length | 120nm | |
| Boat Name | -- | |
| Boat Type | Sun Odyssey 43 |
by Lilli H.
8 Frauen segeln von Burgtiefe auf Fehmarn über Langeland, Nyborg auf Fünen, Insel Omo, Insel Lolland zurück nach Fehmarn
Journal
Schiffsübernahme
July 07, 2007
Am Samstag den 7. 7. 2007 treffen wir acht segelbegeisterten Österreicherinnen in Burgtiefe ein. Unsere Skipperin ist Jutta, eine sehr erfahrene und kompetente Seglerin.
Der Wind zeigt uns gleich einmal was er kann und bläst mit 6 – 7 Windstärken – bei blauem Himmel und Sonnenschein. Jutta ist ganz begeistert von der umsichtigen und genauen Schiffsübergabe durch Herrn Goergens von Solong Yachting.
Hafenfest
July 08, 2007
Am Sonntag pfeift uns der Wind immer noch mit 6 Windstärken um die Ohren, sodaß wir noch im Hafen bleiben und eine Rundfahrt über die schöne Insel machen: Leuchtturm mit Aussicht auf die stürmische See, Jimy Hendrix Memorial, Spaziergang am Strand … und das Hafenfest in Burg. Hier gibts leckeren Backfisch und spätabends ein Feuerwerk – zu unserer Begrüßung – warum auch sonst!
Langeland
July 09, 2007
Die Sonne scheint, ich habe mir warme Handschuhe gekauft - also kann es losgehen. Bei Sonnenschein und schönem Wind segeln wir nach Langeland in den Hafen Spodsbjerg. Wie das Hafenhandbuch versprochen hat, ein sehr gemütlicher Hafen – wäre schön hier ein paar Tage liegen zu bleiben und die Insel per Fuß oder Rad zu erkunden. Aber wir haben leider nur eine Woche Zeit!
Nyborg
July 10, 2007
Frühstück in der Sonne!!! Wir legen ab Richtung Nyborg auf Fünen.
Am Nachmittag ziehen dicke schwarze Wolken auf es blitzt und donnert – und dann regnet es auch noch! Im Schütteregen gehen wir im alten Hafen von Nyborg längsseits.
Landgang: Ort besichtigen – Schütteregen – Schloss besichtigen – Schütteregen …
Nyborg nach Omo
July 11, 2007
Der Wetterbericht, wie hier üblich sehr genau, aber für uns sehr schlecht. d.h., wir ändern unseren Plan und segeln nach Omo. Himmel und Meer in aufgewühltem Dunkelgrau, dazu Regen. Die halbe Crew leidet unter Seekrankheit – oje.
Im kleinen Hafen von Omo gehen wir bei einem Hamburger längsseits. Unter Deck wirds gemütlich: Nasses Segelzeug hängt herum, Heizung bläst, Kaffee duftet.
Nachmittags entdecken wir beim Hafen einen Fahrradverleih: 15 rostige, verbogene Drahtesel mit hohem Spassfaktor.
Wir radeln ins Dorf: reedgedeckte alte Fachwerkhäuser, ein Geschäft, eine Schule, ein vollbesetztes Gasthaus – schööööön!
Omo nach Rodby auf Lolland
July 12, 2007
Der Wind pfeift weiter! Also warm einpacken und Lifebelts anlegen. Mit 6 – 7 ktn segeln wir Richtung Rodby. Kein schöner Hafen, aber als Übernachtungsstopp ruhig und sicher. Im Salon wirds wieder gemütlich – lesen, spielen, plaudern, singen, ... je später der Abend, desto lustiger die Crew.
Rodby nach Burgtiefe
July 13, 2007
Der Wind … – wie immer. Dazu aber diesmal auch ein bisschen Sonne. Beim Durchfahren der Schifffahrtsstrassen für die Grossschiffahrt heißt es aufpassen – die Grossen sind ziemlich schnell!
Zurück in den Hafen geht es wieder durch die bekannten Wege, für mich, die ich bisher nur im Mittelmeer, Adria und Ägäis gesegelt bin, eine neue und interessante Erfahrung.
Angekommen: Der Wind hat sich zu einem lauen Lüfterl gewandelt, die Sonne scheint, die Sektkorken knallen. Wir feiern: super Crew, super Schiff und interessantes Revier.
...es geht wieder heimwärts!
July 14, 2007
Das waren sieben Tage??
Wie immer viel zu kurz!!! Ich möchte gerne noch einmal hier segeln, dann aber mindestens für 2 oder 3 Wochen, damit auch für das schlechte Wetter und die eine oder andere Inselerkundung genügend Zeit bleibt.


